18 | 12 | 2017

BigScience (Realisation: Januar 2014, Ausstellung / exhibition: 4. Apr - 5. Mai 2014)

Ausgestellte Objekte / Shown sculptures

Alle 4 ausgestellten Objekte sind interaktiv, sie reagieren über unterschiedliche Sensoren auf den Besucher. Meine Objekte besitzen ein Eigenleben, wodurch sie nicht nur passiv reagieren, sondern autark werden. Der Besucher kann das Gefühl bekommen, dass er die Ausstellungsstücke nicht nur betrachtet, sondern dass auch er und sein Verhalten von den Objekten registriert wird: All 4 exhibited objects are interactive, they respond to the visitor via different sensors. My objects have a life of their own, whereby they not only react passively but become self-sufficient. The visitor can feel that he not only looks at the exhibits but also that he and his behavior are registered by the objects:

 

  • Big Science - Leuchtobjekt / Lighting sculpture
  • FeTap - Musikalisches Tastentelefon / musical key telephone
  • Lumina - Arrangement von Leuchtstoffröhren / installation with fluorescent tubes
  • Video_Square - Videoarbeit / videoinstallation

 


 

Big Science

Der Besucher kann die beiden Kippschalter betätigen, allerdings entscheidet dieses interaktive Leuchtobjekt selber, wie es auf diese Aufforderung reagiert: je nach Laune kann es sich wie eine "normale" Leuchte an- und ausschalten lassen, oder eben auch ganz anders als erwartet. Durch die Hängung an der Wand in Augenhöhe erhält der Besucher zusätzlich den Eindruck, mit einem Objekt zu interagieren, anstatt es -wie üblich- nur zu benutzen.

Und übermäßiges oder zu häufiges Betätigen der Lichtschalter kann bei der Leuchte zu Lampenfieber führen.

The visitor can press the two toggle switches, but this interactive lighting object itself decides how it responds to this request: depending on the mood it can be switched on and off like a "normal" light, or even differently than expected. By hanging on the wall at eye level, the visitor also gets the impression of interacting with an object rather than using it as usual.

And excessive or too frequent actuation of the light switches can lead to nervous reactions of the lamp.

 

BS01_02


 

 

FeTap

Dieses Telefon hat im Laufe seines Lebens so viele Warteschleifen gehört, dass es eine eigene Musikalität entwickelt hat. Es kann das Präludium #1 von J. S. Bach auswendig und bietet dem Benutzer an, jeden einzelnen der 35 Doppeltakte auf Wunsch abzuspielen. Hierzu muss man nur die entsprechende Zahl auf dem Tastenfeld eingeben - oder natürlich mehrere Zahlen, wenn man mehrere Takte nacheinander zu hören wünscht. Die Geschwindigkeit lässt sich über die kleinen runden Tasten unten links variieren, und wenn man auflegt, ertönt die Musik nicht mehr aus dem Ohrhöhrer sondern aus dem Klingelton-Lautsprecher.

Manchmal verspürt das Telefon auch Lust, selber Musik zu machen, und spielt eigenständig ein paar Takte vor sich hin.

This phone has heard so many queues throughout his life that it has developed its own musicality. It can memorize the Prelude # 1 by J. S. Bach and offers the user to play each of the 35 double files on request. To do this, you only have to enter the corresponding number on the keypad - or, of course, several numbers if you want to hear several bars one at a time. The speed can be varied via the small round buttons at the bottom left, and when you hang up, the music no longer sounds from the earphone but from the ringer loudspeaker.

Sometimes the phone also feels like making music, and plays a few bar measures on its own.

FeTap


 

Lumina

Der Besucher hat die Möglichkeiten, entweder die Installation selbstständig agieren zu lassen, oder über die Lichtschalter einzugreifen. Es ist für den Besucher nicht zu erkennen, wie die sechs Schalter (drei Doppelkippschalter) den acht Röhrenkästen zugeordnet sind. Der Leuchtkasten in der Mitte leuchtet nur dann, wenn alle anderen Leuchten ausgeschaltet sind und kann nicht direkt eingeschaltet werden; er dient zur Orientierung im Raum, wenn alle anderen Leuchtröhren aus sind. Tritt der Besucher nicht in Interaktion mit der Installation, kann er sich im Raum aufhalten und dabei das selbständige Agieren der Leuchten auf sich wirken lassen. The visitor has the possibility to either operate the installation independently, or to access the light switches. It is not possible for the visitor to see how the six switches (three double rocker switches) are assigned to the eight tube boxes. The light in the center lights only when all other lights are off and can not be switched on directly; It is used for orientation in the room when all other lamps are off. If the visitor does not interact with the installation, he can stay in the room and let the independent action of the lights take effect.

 


Video_Square

Eine Videoinstallation im Retrolook: auf dem Sockel steht ein Röhrenmonitor, der in den 80er Jahren als typisches Medium für Videoinstallationen eingesetzt wurde. Der Benutzer wird durch eine kleine Videokamera gefilmt, seine Bewegungen werden analysiert und in eine bewegte Videoarbeit umgewandelt. A video installation in the retrolook: on the base is a tube monitor, which was used in the 80s as a typical medium for video installations. The user is filmed by a small video camera, his movements are analyzed and converted into a moving video work.

 

>> Einladungskarte zur Vernissage am 4.4.2014

>> Auszug aus dem Programmheft zur Langen Nacht der Museen, Düsseldorf am 3.Mai 2014