18 | 12 | 2017

Bewegung! (Realisation: ab November 2013)

In "Bewegung!" werden Filme als Basis für Fotoarbeiten eingesetzt.

Ein Film kann als Struktur mit 3 Dimensionen verstanden werden: pro Frame gibt es die x- und y-Achse sowie in der Gesamtheit aller Frames Zeit- oder t-Achse. Ein Film ist damit ein 3-dimensionales Objekt mit x, y und t-Achse. Ein 2-dimensionales Bild entsteht als Schnitt durch dieses 3-dimensionale Objekt. Möglichkeiten, diesen Schnitt zu ziehen:

  • Der einfachste Fall ist, t konstant zu halten (mathematisch t=t0). Das resultierende Bild ist dann der Frame aus dem Film zum Zeitpunkt t0
  • Fast genauso einfach, aber schon mit einem überraschenden Ergebnis, sind die Fälle mit konstanten x oder y. Eine Achse des resultierenden Bildes entspricht dann der t-Achse des Film-Objektes, die andere Achse entspricht dem variabel gehaltenen Wert. Zu abstrakt? Hier ein paar Beispiele:

Als weitere Steigerung der Komplexität können x, y, und t gleichzeitig variiert werden. In den folgenden Beispielen wurde x (oder y) linear mit t verändert. Ist die Änderungsrate "1", dann sieht man (bei unbewegter Kamera) das Hintergrundbild, bei anderen Änderungsraten entsprechende Stauchungen oder Streckungen:

Die Koordinaten x, y, und t können aber auch auf ganz andere Arten verändert werden (Beispiele zu Bildern folgen):

  • x, y und t werden als Funktion einer Veränderlichen definiert (parametric plot)
  • x,y und t sind von den Inhalten des Films abhängig, z.B. kann man einem markaten Bildteil folgen und den Schnitt entsprechend dort laufen lassen

Hinweis: reiht man mehrere Bilder, die durch Schnitte von 3-dimensionalen Film-Objekten entstanden sind, zeitlich hintereinander, so entsteht wieder ein Film.